Das Pflegeheim überzeugt optisch mit einer angenehmen Atmosphäre, und die Mehrheit der Mitarbeiter begegnet den Bewohnern freundlich und zugewandt. Dennoch fällt auf, dass das Team oft von Rauchpausen abwesend ist, was dazu führt, dass Nichtraucher oder sogar Auszubildende in dieser Zeit allein für bis zu 15 Bewohner oder mehr verantwortlich sind.
Es wäre wünschenswert, dass interne und externe Auszubildende gleich behandelt und konsequent von einem der beiden Praxisanleiter betreut werden. Leider fehlen klare Anleitungen, sodass die Auszubildenden oft als Vollzeitkräfte eingesetzt werden. Obwohl ich gerne mein Wissen weitergebe, wird dies nicht immer positiv aufgenommen, da es als Aufgabe der Praxisanleiter betrachtet wird.
Der Dienstplan könnte ebenfalls verbessert werden. Wünsche werden nicht immer berücksichtigt, und er steht oft nicht rechtzeitig zur Verfügung. Die betriebliche Gesundheitsförderung hat einige positive Aspekte, wie die Physiotherapie mit Rezept und das bereitgestellte Trinkwasser. Die Wartezeiten für den Betriebsarzt sind jedoch lang, und Kooperationen mit externen Anbietern wie Fitnessstudios oder Schwimmbädern fehlen.
Das Gehalt liegt knapp über dem Mindestlohn, ist aber im Vergleich zu anderen Häusern weniger attraktiv. Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es zwar, jedoch nur auf Anfrage, wobei Pflichtfortbildungen regelmäßig stattfinden.
Leider verlassen viele Mitarbeiter das Pflegeheim zugunsten anderer Einrichtungen mit besseren Bedingungen. Auch ich werde mich bald nach neuen Möglichkeiten umsehen.
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