Die Zeit für den Patienten, kommt auf Grund von Papierkram und Arbeiten drum herum, deutlich zu kurz. Es ist teils nicht möglich sich zufriedenstellend um den Patienten zu kümmern und diesen, für mich, adäquat zu betreuen. (zeitlich, materiell und personell). Es ist den Führenden Positionen ganz egal wie es den Mitarbeitern geht. Die direkten Vorgesetzten stehen überhaupt nicht hinter einem. Sagst du immer Ja und ordnest dich unter bist du hier genau richtig. Bist du in der Lage Nein zu sagen, deine Meinung, andere Ansichten,.. einzubringen und zu äußern wird man teils vor Kollegen Bloßgestellt oder psychisch fertig gemacht. (übergreifend auch im Multiprofessionellen Team nicht nur von direkten Vorgesetzten) Mobbing wird teils großgeschrieben. Mitarbeiter sind auf sich gestellt und werden nicht gehört wenn sie bei direkten Vorgesetzten um Unterstützung bitten. Es wird alles bagatellisiert und kleingeredet. Es ist nach dem Prinzip wen kann ich leiden und welches Gesicht passt mir nicht, so wird man hier behandelt. Es ist ein psychisches fertig machen auf höchstem Niveau. Krankmeldungen werden von der Führungsposition mit Kollegen besprochen-Datenschutz!!!!
Das multiprofessionelle Team gleicht der Diktatur. Etwas Hinterfragen, Anzweifeln, neue Ideen einbringen wollen führen zu Einzelgesprächen und ggf. Sanktionen.
Man wird von Ärzten und Therapeuten teils gegenüber Patienten bloßgestellt. Es wird alles geduldet was mit der Pflegekraft passiert. Absprachen werden nicht eingehalten. Dienstpläne teils, besonders psychisch unter den Vorraussetzungen nicht zu schaffen und abzuleisten.
Finanziell im Vergleich zu anderen Häusern ein Witz! Auch Sachen wie Urlaub sehr veraltet, Rufbereitschaften eine reine Ausbeutung ohne angemessene Vergütung. Qualifikationszulagen teils lachhaft (Für gewisse Qualifikationen keinerlei Zulage aber Aufgaben und Teilnahme wird erwartet). Andere Einrichtungen sind hier deutlich weiter!
Räumlichkeiten für sichere und qualitativ gute psychiatrische Behandlung teils so nicht ausreichend. Personal teilweise zu wenig geschult um mit „schwierigen“ psychiatrischen Fällen qualitativ gut zu arbeiten ohne zu sagen, dass ist für hier nichts. Doch ist es- wir sind eine psychiatrische Station genau für solche Patienten.
Teilweise sehr unzufrieden mit meinem Arbeitstag. Man kommt ohne Erfüllung seines eigenen Anspruches in Bezug auf eigenen Vorstellungen wie eine ordentliche, qualitativ angestrebte und ganzheitliche psychiatrische Pflege aussieht nach Hause.
Ich könnte noch viel viel mehr schreiben.
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3.2/10
markmeier
24.09.2021
Das Personal wird immer knapper, die gängigen Pflegehandlungen sind möglich, dies möchte ich betonen, aber die so wichtige individuelle Betreuung jedes einzelnen Patienten und dessen Belange ist uns als Pflegekräfte einfach nicht mehr möglich.
Stellen sind ausgeschrieben können jedoch nur bedingt besetzt werden, Helios spart an unbesetzten Stellen natürlich auch Geld. Dieses Geld kommt jedoch nicht dem Bestandspersonal zu Gute. Klar wird alles versucht freie Stellen zu besetzen, aber wenn man ein paar Stellen frei halten kann ist das finanziell natürlich für Helios offenbar auch nicht verkehrt.
Ich möchte meinem Beruf endlich wieder mit ausreichender Personalbemessung nachgehen und dies war zu Zeiten von Rhön Klinken tatsächlich besser gewährleistet. Ich lade die Mitarbeiter der Verwaltung recht herzlich ein gelegentlich auf Station mitzuarbeiten, um einfach den Arbeitsalltag auf den Stationen im gegenseitigen Interesse transparent zu gestalten.
Ich möchte bei allen Anmerkungen jedoch zu Protokoll geben, ich arbeite sehr gern hier!
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